2011

März bis Mai 2011:

Das Leben des Siegfried Von John von Düffel

(Regie: Achim Hess)

Der Titel des Stückes der Spielzeit 2011 des Theaters MinKo erinnert nicht nur zufällig an „Das Leben des Brian“ von Monty Python. Auch in diesem schrillen und phantastischen Spektakel unter der Regie von Achim Hess kommt es zu einer grandiosen Verwechslung: Seefred, Sohn des Gewürzhändlers Gewürz-Fred aus Xanten am Rhein, wird zeitlebens für seinen berühmten Fast-Namensvetter Siegfried gehalten. Obendrein verschlägt es ihn auch an dieselben Orte wie diesen und er ist gezwungen, auch alles das durchzumachen, was laut der Sage eigentlich einem anderen vorbehalten war.

Aus dem Inhalt

Ihren Bezwinger Siegfried hatte Brünhild sich irgendwie anders vorgestellt. Statt des arroganten Kämpfers steht ein sympathischer, schüchterner Junge vor ihr. Entzückt streckt Brünhild die Waffen - und ihr frisch Verlobter bringt es nicht fertig, ihr zu gestehen, dass er nicht Siegfried, sondern Seefred heißt und nur durch Zufall in Island gestrandet ist. Immerhin kann er ihr klarmachen, dass er noch vor der Hochzeit dringend weiter muss:

Eigentlich will er nämlich den Seeweg nach Indien entdecken. Die Suche nach einem passenden Schiff führt ihn nach Worms, wo ihn schon wieder jeder für Siegfried hält - auch Kriemhild, die zwar lieber studieren als einen Muskelprotz heiraten will, aber Seefred überraschend attraktiv findet. Als plötzlich Brünhild vor den Stadttoren steht, lässt Kriemhild sich vom obersten Ränkeschmied Hagen zu einer Intrige mit tödlichem Ausgang verführen.